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Comau-Mitarbeiter

Intelligenter und schneller

Wie Roboter kleine Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.

Mathias und wie er die Zukunft kleiner kooperierender Roboter sieht

Mathias Wiklund

Chief Operating Officer, Comau Robotics

Mit intelligenten Robotern kommt eine Kombination von Bedienerfreundlichkeit und erhöhter Leistungsfähigkeit auf den Markt.

Wann kamen Sie zu Comau?

Ich trat im 2011 als Managing Director für Comau Germany in das Unternehmen ein und wurde 2013 COO der Robotics Business Unit. Außerdem gehöre ich noch dem Comau Executive Committee an. Nachdem ich beruflich in allen Teilen auf der Welt gelebt und gearbeitet habe, darunter in Deutschland, Italien, Schweden, Thailand und den USA, genieße ich es jetzt, zwischen Deutschland und Italien zu pendeln.

Was war Ihr erster Eindruck vom Comau-Team?

>Mehr als vom Comau-Team war ich von der Größe und Globalität des Unternehmens an sich beeindruckt.

In mehr als 40 Jahren hat Comau sowohl hinsichtlich Marketdurchdringung als auch lokaler Präsenz überall auf der Welt expandiert. Als ich mit der Leitung des deutschen Marktes betraut wurde, habe ich schnell festgestellt, wie solide das weltweite Netzwerk tatsächlich ist. Noch mehr beeindruckt hat mich möglicherweise Comaus absolute Entschlossenheit, seine dynamische, multinationale Präsenz weiter auszubauen. Comau will nicht nur ein führendes Unternehmen sein, sondern die Automatisierung auch prägend mitgestalten. Es ist sehr spannend, Teil einer solchen zukunftsweisenden Vision zu sein.

Was das Team betrifft, hat Comau eine ganz eigene Kultur entwickelt, die sich von allem unterscheidet, was ich bisher erlebt habe. Das Unternehmen bezeichnet dies als die Kultur der Automatisierung. Ich betrachte es als Kultur des Teams, bei der erhebliche persönliche Investitionen – hinsichtlich Zeit, Engagement und Leidenschaft – getätigt werden, um Hindernisse zu beseitigen und die bestmögliche Lösung in der jeweiligen Situation zu finden. Diese leistungsorientierte Art der Zusammenarbeit mit Kunden umfasst Kulturen, Länder und sogar Unternehmen.

Reden wir über Robotertechnik. Was können Sie uns über das Unternehmen sagen?

Wie man weiß, hat Comau als ein Konsortium von Zerspanungsbetrieben angefangen, das auf die Automobilindustrie ausgerichtet war. Unsere ersten Roboter wurden Ende der 1970er Jahre entwickelt und kamen sofort in den Fabrikationshallen zum Einsatz. Heute sind Comau-Roboter für ihre Präzision und hochmoderne Leistungsfähigkeit bekannt und nehmen in der Zukunft der globalen Produktionslandschaft eine integrale Rolle ein.


In der Automobilindustrie hat man jedoch nicht wegen ihrer extremen Präzision großes Vertrauen in unsere Roboter, sondern auch wegen ihrer erweiterten Funktionalität. In diesem Bereich sind die Roboter von Comau sehr gut aufgestellt, weil sie von Lichtbogen- und Punktschweißen bis hin zu Plasmaschneiden, Kleben, Gießen, Transport, Einfügen sowie Säumen und Versiegeln alles können.


In den vergangenen Jahren war die Vielseitigkeit unserer Roboter hilfreich, um in neue allgemeine Industriesektoren wie Konsumgüter, Elektronik und sogar Industrieanwendungen wie Verpackung und Getränke und Nahrungsmittel zu expandieren. Für diese Veränderungen mussten wir erhebliche Anstrengungen unternehmen. Wir suchen fortwährend nach Möglichkeiten, unsere Bemühungen zu optimieren und besser auf bestehende und zukünftige Marktbedürfnisse zu reagieren.

Wo sehen Sie die Zukunft der Industrierobotik?

Der Markt für Industrieroboter hat sich innerhalb von 20 Jahren fast verdreifacht – von € 65.000 im Jahr 1995 auf mehr als € 229.000 im Jahr 2014. Dennoch glaube ich, dass wir es zukünftig mit einer anderen Art von Markt zu tun haben werden. Wir werden andere Maschinen auf andere Weise mit Menschen zusammenarbeiten sehen und eine andere Art der Fertigung erleben.


Die wesentlichen Antriebsfaktoren für diese Veränderungen sind Sicherheit sowie die zunehmende Bedeutung von kooperativen Robotern, zweiarmigen Robotern, mobilen Robotern und Anderes mehr. In diesen Bereichen werden herkömmliche Roboter ersetzt werden. Berücksichtigt man bei diesem Szenario auch noch das Internet der Dinge, auch bekannt als Industrie 4.0 oder intelligente Fabrik, werden dieselben Industrieroboter in zunehmenden Maße mit dem gesamten Fertigungsbetrieb verknüpft. Die Zukunft liegt darin, alles mit dem Internet zu verbinden, indem man die Verfügbarkeit der erforderlichen Daten sicherstellt, diese Daten übermittelt, verknüpft, abruft, verwendet und so die intelligente Fertigung realisiert.

Wie gehen Sie das Thema Sicherheit an?

Sichere Robotertechnik ist extrem wichtig. Deshalb wendet Comau erhebliche Ressourcen zur Optimierung seiner Fähigkeit auf, sichere und kooperative industrielle Automatisierungslösungen bereitzustellen. Unsere ROBOSafe-Technologie beispielsweise verwendet redundante Kontrollen, um zu jedem Zeitpunkt, die exakte Position des Roboters zu verfolgen und so seinen gesamten Aktionsbereich zu bescheinigen. In Verbindung mit externen Sicherheitssensoren, die mit der Steuereinheit des Roboters verbunden sind, können wir erkennen, ob sich eine Person in der Zelle aufhält, und entsprechend reagieren. Nähert sich der Bediener, verlangsamen oder stoppen die Sensoren die Bewegung des Roboters. Verlässt der Bediener den Bereich wieder, wird der Zyklus automatisch fortgesetzt.


So vermeidet das System nicht nur unnötige Stillstandzeiten, sondern ermöglicht auch die Konstruktion kompakterer Zellen, die statt der Gesamtfläche nur den tatsächlichen Arbeitsbereich des Roboters berücksichtigen. Natürlich beschränken sich unsere SAFE Robotik-Investitionen nicht nur auf diesen Bereich. Wir konzentrieren uns auch stark auf kooperative Roboter, die zur Interaktion mit Menschen in der Lage sind.

Was ist mit Kleinunternehmen und Robotik?

Bis vor Kurzem besaßen die meisten Roboterlösungen nicht die Flexibilität oder Agilität, um den spezifischen Bedürfnissen kleinerer und mittlerer Unternehmen gerecht zu werden. Folglich ist diesen Unternehmen nicht genau bewusst, wie und wo Automatisierung in ihr Geschäftsmodell passen könnte. Selbst wenn ein grundsätzliches Verständnis dafür vorhanden wäre, dass Prozessverbesserungen die Produktivität steigern könnten, würde man die Robotertechnik vermutlich aus zwei wesentlichen Gründen nicht in Betracht ziehen: eine geringe Investitionsbereitschaft, außer bei einer sehr kurzen Amortisationszeit, und begrenzte Kompetenzen hinsichtlich Konzipierung, Programmierung und Betrieb einer Roboterzelle.


Um diese Problem anzugehen, hat Comau eine neue Generation agiler, aufgabenorientierter Roboter entwickelt, die sowohl kleine als auch große Lasten bewältigen können. Das bedeutet, dass unsere Roboter kleine, leichte Objekte genauso problemlos wie schwerere Materialien – von 3 bis 650 kg – mit einer maximalen Beschleunigung von bis zu 5G handhaben können. Racer999 und Racer3 sind zwei Beispiele für dieses Konzept.


Außerdem sind wir davon überzeugt, dass die wesentlichen Faktoren für Robotersysteme in der KMU-Umgebung Investitionsreduzierung, Sicherheit, Effizienz, Reproduzierbarkeit und Genauigkeit, hohe Prozessqualität, Flexibilität und einfache Integration sind (was man auch als Bedienerfreundlichkeit und Plug-and-Play bezeichnen kann). Unternehmen arbeiten wir intensiv daran, Lösungskonzepte für diese Schlüsselfaktoren zu entwickeln.

Ist Automatisierung in einem Kleinbetrieb sinnvoll?

Wir denken schon. Das ist auch einer der Gründe, warum Comau gezielt investiert und mit führenden Institutionen und EU-Forschungsprogrammen zusammenarbeitet, um profitable und intelligente Roboterlösungen zu entwickeln, die speziell auf dieses Marktsegment zugeschnitten sind. Das bedeutet, die hohe Produktivität, konstante Qualität und absolute Präzision der robotergestützten industriellen Automatisierung mit den flexiblen, kundenspezifischen Produktionsverfahren in kleinen und mittleren Betrieben zu kombinieren. Unter diesen Rahmenbedingungen sind wir in der Lage, Eingangslogistik (Erfassen und Sortieren, Aufnehmen), Ausgangslogistik (Palettieren und Handhaben) und Fertigungsabläufe (Polieren und Schleifen, Gießen, Lichtbogenschweißen und sogar gefährliche Vorgänge) zu automatisieren.

Könnten Sie uns anhand eines prägnanten Beispiels erläutern wie das funktioniert?

Schuhe. Nur wenige wissen, dass zur Herstellung eines einzigen Schuhs mehr als 28 hoch spezialisierte manuelle Vorgänge erforderlich sind. Und dennoch haben wir erst kürzlich eine Roboterlösung zur Automatisierung der Schuhproduktion entwickelt.


Die Herstellung eines Schuhs ist ein erstaunlich komplexer Vorgang, der in der Regel von Handwerksmeistern ausgeführt wird. Um Ihnen einmal eine Vorstellung davon zu geben, wie man selbst handwerkliche Techniken automatisieren kann: bei unserer Lösung, die im Rahmen eines internationalen Konsortiums entwickelt wurde, dem Comau als führender Partner angehört, wird ein Teil des Arbeitszyklus von einer Roboterzelle übernommen. Die Roboterzelle führt nacheinander verschiedene Vorgänge aus. Sie nimmt die Schuhe vom Transportband, positioniert sie auf dem Oberleder, führt Reinigungs-, Polier- und Veredelungsarbeiten sowie sonstige Tätigkeiten aus, die anspruchsvoll und für Menschen potenziell gefährlich sind, wie beispielsweise Spritz- und Lackierarbeiten.


Das automatisierte System stellt die vollständige Kompatibilität zwischen Mensch und Maschine sicher – das heißt, Sensibilität und handwerkliche Geschicklichkeit sind nahezu identisch. So kann der Roboter die Position des Objekts erkennen, die einzelnen Komponenten des Schuhs mit der richtigen Kraft handhaben und die Schuhe am Ende des Prozesses in die Versandschachtel legen. Das ist zwar nur ein Beispiel, aber es zeigt, dass agile Roboter in Verbindung mit modernen Visionssensoren in der Lage sind, weitgehend manuelle Tätigkeiten mit einem Mehrwert zu versehen.

Möchten Sie noch etwas hinzufügen?

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, wie wichtig es ist, die Benutzung von Robotern zu vereinfachen. Die Mensch-Maschine-Schnittstelle muss noch intuitiver werden – etwa so, wie Apple es mit dem iPhone gemacht hat. Fast jeder kann ein Smartphone benutzen, ohne auch nur einmal die Bedienungsanleitung gelesen zu haben. Wir arbeiten intensiv daran, selbst komplexeste Systeme bedienerfreundlicher zu machen. Der Kunde profitiert davon durch eine kürzere Lernkurve, und wir können statt einem Grundlagenkurs „Wie benutzt man einen Roboter” eine anwendungsspezifische Schulung anbieten.

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